Reform der Kreise im FLVW
Bereits vor einigen Jahren gab es schon einmal das Bestreben seitens des Verbands die Anzahl der Kreise zu reduzieren. Damals wurde die Zahl der Kreise von 33 auf 29 Kreise reduziert. Geplant war eigentlich eine Rückführung auf 24 Kreise.
Auf dem Verbandstag im letzten Jahr hatte man bereits eine weitere Reduzierung angekündigt. Um dies in die Wege zu leiten hatte man eine Arbeitsgruppe damit beauftragt eine Analyse für die einzelnen Kreise zu erstellen und Vorgaben für eine Zusammenlegung zu erstellen.
Neben möglichen finanziellen Einsparungen war ein Hauptpunkt der Analyse unser Kerngeschäft, der Spielbetrieb. Die Vorgaben waren hier das ein Kreis mindestens eine Kreisliga A, zwei Kreisligen B und drei Kreisligen C, oder mindestens 90-100 Mannschaften im Spielbetrieb auf Kreisebene haben sollte. Dieses Ziel wurde im Kreis Herne nicht mehr erreicht. Derzeit spielen nur noch 64 Mannschaften in den fünf Kreisligen. Diese Anzahl reicht eigentlich nur noch für 4 Kreisligen á 16 Teams. In den letzten Jahren gab es immer eine Vielzahl von Abmeldungen, die die Zahl der spielenden Mannschaften über alle Ligen hinweg stark reduziert hat. Leider sind in den letzten Jahren auch einige Vereine auf der Strecke geblieben. Neben DJK Elpeshof, Arminia Sodingen hat zuletzt auch SF Habinghorst/Dingen den Spielbetrieb eingestellt. Spinnt man den Faden weiter und werden die Rückzüge nicht weniger. bleibt in einigen Jahren nur noch eine Kreisliga A.
Dies Alles war der Inhalt des Gesprächs mit den Vertretern des Verbandes. Auch im Jugendbereich sieht es nicht besser aus. Bei den A-Junioren sind wir nur mit 11 Mannschaften gestartet, wovon derzeit nur noch 8 Mannschaften im Spielbetrieb sind. Auch hier ist eine drastische Verbesserung nicht zu erwarten.
Wenn es um das Thema Zusammenlegung von Fußballkreisen geht, stehen natürlich die kleinen Kreise ganz ober auf der Liste. Bislang ließ sich bei diesem Thema stets mit der weiterhin hohen Zahl aktiver Mannschaften argumentieren. Doch nach den Entwicklungen der letzten Jahre, mit vielen Abmeldungen und nicht mehr komplett besetzten Kreisligen, wird es schwierig.
Weitere Gespräche mit dem Verband und gegebenenfalls auch mit Nachbarkreisen werden folgen. Über die Entscheidung zur Zusammenlegung von Kreisen entscheidet am Ende die Ständige Konferenz. Diese setzt sich aus den Kreisvorsitzenden der 29 Kreise und den Mitgliedern des Präsidiums zusammen. Für die Entscheidung über Zusammenlegungen, die ja nicht nur den Kreis Herne betrifft, ist am Ende eine 2/3-Mehrheit der Stimmen erforderlich. Derzeit regt sich auch in anderen Kreisen der Widerstand gegen eine Zusammenlegung.
Am Ende muss auch noch einmal den Presseberichten widersprochen werden, wonach den Teilnehmern an dem ersten Treffen mit dem Verband ein Maulkorb angelegt worden sei. Mit dem Verfasser dieses Berichts hat jedenfalls kein Pressevertreter gesprochen. Natürlich will und wird der Kreisvorstand auch seine Vereine informieren und mit ins Boot nehmen. Hierfür sollten allerdings konkrete Vorschläge auf dem Tisch liegen.
Die Vertreter im Kreisvorstand des Fußballkreises Herne sind alles andere als erfreut über die Planungen. Da der Fußallkreis Herne in allen Bereichen gut aufgestellt ist, sollte man sehen, dass die guten Strukturen auch künftig für den Bereich Herne und Castrop-Rauxel erhalten bleiben. Dazu fühlen wir uns verpflichtet, schon im Iteresse unserer Vereine.