Informationsveranstaltung zur Liga-Reform in Castrop-Rauxel
Für den 10. Februar 2026 hatte der Fußballkreis Herne die Vereine zu einer Informationsveranstaltung in die Gaststätte Haus Ratte in Castrop-Rauxel-Frohlinde eingeladen. Bis auf 5 Vereine hatten alle Vereinen Vertreter entsandt.


Notwendig wurde die Veranstaltung, weil es unter den Vereinen und auch in der Öffentlichkeit eine Unzufriedenheit über die derzeitige Situation in der Kreisliga A und den beiden Ligen der Kreisliga B.
Eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Kreisfußballobmanns, der Staffelleiter Florian Groß und Markus Häbel und dem Kreis-Superuser Bernd Götte. Diese Arbeitsgruppe hatte für die Veranstaltung zwei Vorschläge erarbeitet. Wobei es im Vorfeld bereits Gespräche mit Vereinsvertretern gab.
In der Einführung zur Veranstaltung wurde dargelegt, warum eine Liga-Reform erforderlich ist. Ein Problem, welches sich nun schon durch mehrere Spielzeiten hindurchzieht, ist, dass die Kreisligen A und B nicht mehr mit der maximal möglichen Anzahl an Mannschaften in die Saison geht. Hinzu kommen dann noch Abmeldungen während der laufenden Saison. In der aktuellen Saison gibt es außerdem besonders viele hohe Resultate. In der Spitze gab es ein 28:0. Dies ist kein Ergebnis, welches in die Kreisliga A passt. Insgesamt gab es in der 1. Serie 2025/26 in der Kreisliga A 26 Ergebnisse mit mehr als fünf Toren Unterschied und 14 Ergebnisse mit zehn und mehr Toren Unterschied. In der gesamten Saison davor waren es 33 Ergebnisse mit fünf und mehr Toren Unterschied und nur 5 Ergebnisse, bei denen die Tordifferenz bei zehn und mehr Toren lag.
Das Hauptproblem läge bei den Vereinen, die eine Mannschaft zum Spielbetrieb melden, obwohl diese Mannschaft absehbar nicht ausreichend Spieler haben wird. Auch finanzielle Gründen führen dazu, dass Mannschaften während der Spielzeit plötzlich auseinanderbrechen. Alles Probleme, die der Fußballkreis nicht beeinflussen kann.
Aus der Versammlung kamen dann einige Anregungen. Eine davon zielte darauf mit dem Kreis Bochum eine Kooperation und eine gemeinsame Kreisliga A zu bilden. Kreisübergreifender Spielbetrieb ist zwar im Jugend- und Frauenbereich gestattet, nicht aber im Seniorenbereich. Auch wäre kaum damit zu rechnen, dass der Kreis Bochum so einer Regelung seine Zustimmung erteilen würde.
Ein weiterer Vorschlag war, die Ligen auf 18 Vereine aufzustocken oder die Anzahl der Absteiger auf vier zu erhöhen. Ob diese Vorschläge sinnvoll wären, ist die Frage. Eine größere Liga bedeutet auch mehr Spiele, die zum Teil in der Woche ausgetragen werden müssten. Dies könnte bei der Belegung der hiesigen Sportstätten problematisch werden. Eine Erhöhung könnte auch bedeuten, dass Mannschaften in die höhere Liga aufsteigen, aber nicht die Qualität hätten. Dies würde wieder zu höheren Ergebnissen führen, zu Frust bei Mannschaften und Spieler, was am Ende zum Rückzug führen könnte. Auch ein Vorschlag, zu Saisonbeginn zunächst eine Qualifizierungsrunde durchzuführen wurde gemacht.
Aus der Veranstaltung kann die Arbeitsgruppe folgendes mitnehmen.
- Bei dieser Umstellung haben vor allem bei den dann nötigen "Massenabstiegen" vor allem die B-Ligisten Sorgen.
- Es braucht mehr Fluktuation zwischen den Ligen, da durch Abmeldungen stand heute Abstiegsplätze besetzt werden und eigentliche sportliche Absteiger nicht mehr absteigen können. (Mehr Auf -und Abstiegsplätze)
- Es wurde das Verhalten der Vereine untereinander kritisiert. Bezüglich Themen, wie Meldung von Mannschaften bzw. deren Abmeldung noch vor dem Ligastart.
- Es wurde angesprochen, dass es schwerer sein könnte, Menschen in einer Kreisliga D zu motivieren Fußball zu spielen.
- Es wurde angesprochen, dass es, zumindest in den Köpfen der Spieler, zu einer Abwertung der Ligen, bezogen auf die Identifikation (Ich bin Spieler der Kreisliga A, B usw.) geben könnte.
- Aufstockung der Kreisliga A auf 18 Teams.
Am Ende der Veranstaltung konnten die Teilnehmer anhand eines QR-Codes anonym über die Vorschläfe abstimmen. Hierzu gab es dann folgendes Meinungsbild
Die Arbeitsgruppe wird sich im Nachgang mit den Erkenntnissen aus der Veranstaltung beschäftigen.