Quelle: FLVW-Herne/B.G.
Sitzung mit Vereinen
Kreisstrukturreform – Vereine votieren für gemeinsames Vorgehen
Nachdem seit dem 12. September 2026 feststand, dass der Fußballkreis Herne in seiner jetzigen Form keine Zukunft mehr haben wird, hat der Kreisvorstand die Vereine zu einer Veranstaltung in die Gaststätte Zille eingeladen.

Nachdem es im Vorfeld immer mal Äußerungen darüber gab, dass die Vereine nicht gut informiert worden seien, sollten die Vereine diesmal ausführlich informiert werden.
Der Kreisvorstand hatte den Obmann für Kreis- und Vereinsentwicklung Boris Bejmowicz mit der Präsentation beauftragt. Er stellt zunächst einmal die Intention des Verbandes vor. Hierbei ging es dem Verband um finanzielle Aspekte, aber auch die Sicherung des Spielbetriebs. In den letzten Jahren hat auch der Kreis Herne viele Mannschaften eingebüßt. Hatten wir in der Spitze mal 98 Mannschaften, die auf Kreisebene am Spielbetrieb teilnahmen (Saison 2004/2005), sind es in der laufenden Saison nur noch 71 Teams. In den letzten Spielzeiten hatten wir teilweise bis zu 12 Rückzüge von Mannschaften. Auch ein Grund dafür, dass wir in der kommenden Saison die Kreisliga B auf nur noch eine Liga reduzieren.
In der Präsentation wurden mehrere mögliche Szenarien vorgestellt. Eine der Möglichkeiten wäre, dass sich jeder Verein selbst für einen Wechsel in einen anderen Kreis entscheidet. Als weitere Möglichkeit gibt es das Szenario, dass Teile des jetzigen Kreises Herne in einen anderen Kreis wechseln. Die auch vom Kreisvorstand bevorzugte Lösung wäre, dass sich der Kreis Herne komplett einem anderen Kreis anschließt. In der Präsentation wurde auch auf die einzelnen Bereiche eingegangen, den auch die Jugend, die Schiedsrichter und die Leichtathleten wären betroffen. Auch hier könnte man die Strukturen in der bisherigen Form erhalten, was weite Wege vermeiden würde. Dabei wäre die Verhandlungsposition des Kreises Herne, je nach Größe des Kreises, dem man sich anschließen möchte, mal besser oder auch schlechter.
In den Fragen der Vereinsvertreter ging es oft darum, wie die Strukturen, besonders der Spielklassen aussehen würden. Schließen sich einzelne Vereine oder mehrere Vereine geschlossen einem Nachbarkreis an, hat der bisherige Kreisvorstand Herne keinen Einfluss auf die Ligenstrukturen in anderen Kreisen. Bleiben aber (fast) alle Vereine zusammen, könnten die bisherigen Ligenstrukturen erhalten bleiben. Dies würde auch bedeuten, dass man in den bisherigen Ligen weiterhin zusammenspielt. Auch würden sich in Bezug auf die Ansprechpartner und Netzwerke wenig ändern.
Nachdem die Fragen beantwortet waren, bat der Kreisvorstand um ein Votum der Vereine, wie es jetzt weitergehen soll.
Hier stand zunächst die Frage zur Beantwortung, ob alle Vereine des Kreises zusammenbleiben möchten, oder ob jeder Verein sich seinen eigenen Weg suchen will. Hier gab es ein einstimmiges Votum dafür, dass die Vereine zusammenbleiben möchten. In einem weiteren Votum ging es darum, mit welchen Kreisen und in welcher Reihenfolge man mit den benachbarten Kreisen sprechen soll. Hier lag der Kreis Bochum knapp vor dem Kreis Recklinghausen, gefolgt vom Kreis Gelsenkirchen.
Der Kreisvorstand wird nun die Nachbarkreise um Gespräche bitten. Hierin soll geklärt werden, ob und in welcher Form eine Fusion möglich ist. Dabei sollen die spieltechnischen Strukturen möglichst erhalten bleiben. Auch sollen dabei längere Wege für Jugendmannschaften oder Schiedsrichter vermieden werden.
Damit ist der erste Schritt getan und der Kreisvorstand kann im Sinne seiner Vereine tätig werden. Voraussichtlich im November 2026 wird es eine weitere Sitzung mit den Vereinen geben. Hier sollendie Vereine dann über die Verhandlungen mit den anderen Kreisen Informiert werden. Auch soll dann der Weg festgelegt werden, wie es ab 2029 weitergeht.